Jetzt bin ich schon über eine Woche in Sydney und habe es noch nicht geschafft, was Neues zu schreiben. Aber jetzt… :). Das Tollste am Flug von Buenos Aires nach Sydney war, dass wir über den Südpol geflogen sind - ich habe den SÜDPOL gesehen (!!!!) und fotografiert :)!! Ist nicht viel zu erkennen, aber die einzelnen (großen) Eisschollen kann man ausmachen! Außerdem war es einer der besten Board-Services, die ich je hatte. Ich hoffe, die restlichen Flüge laufen auch so… Bei meiner Ankunft am Flughafen wurde ich auch gleich sehr freundlich von meinem Shuttle-Busfahrer empfangen (er ist Syrier und seine Frau ist Deutsche, sie leben seit 30 Jahren in Sydney) und mit mir fuhr nur noch ein netter Opi aus Neuseeland, der auch ganz aufgeregt war, in Sydney zu sein - ganz süß :). Der Shuttle-Fahrer empfahl mir, mich in einen tollen Mann in Sydney zu verlieben und dann hier zu bleiben - tolle Idee :D...
Mein
Hostel-Zimmer (6 Betten) direkt am Bondi Beach teilte ich vorerst nur mit einem
italienischen Surfer, der vor allem deshalb die nächsten Monate durch
Australien reisen will, um die ganzen tollen Surfspots zu testen. Ich wollte ja
auch unbedingt hier surfen gehen, aber ausgerechnet ein paar Tage zuvor hatte ein
Hai am Byron Bay einen Mann attackiert und getötet (der nur bis zum Bauch im
Wasser stand) und eine aus dem Hostel hier erzählte sogar, sie habe es direkt
mitbekommen… Aaaaahhh!! Da war ich dann etwas verunsichert… Aber „no risk, no
fun“ :D - ich habe es trotzdem „gewagt“. Hier gab es auch schon ewig keine
Haiangriffe mehr (außer Sylvester 2013) und es sind ja immer so viele Surfer im
Wasser, wird der Hai ja nicht gleich mich aussuchen :/…(?) Hope so! Ist auch
alles gut gegangen, zumindest was die Meeresbewohner betrifft. Bezüglich meiner
Surfkünste ist zu sagen: naja, ich muss noch fleißig üben :)! Das Board war
etwas zu klein für mich, ich bin ja noch Anfänger, auch wenn ich es schon
gelernt habe und eigentlich weiß, was ich zu tun habe… mein Board hat da nicht so mitgemacht, ich stand vielleicht zweimal und der Rest bestand aus Warten auf die Wellen und Kämpfen mit den Wellen :) Aber ich werde es weiter
versuchen!
Das Hostel ist ganz okay (aber die Küche ist gruselig!), aber fast alle Leute hier (viele
Deutsche!!) sind vor allem zum Arbeiten da - Work and Travel… Ich wohne
inzwischen mit dem Italiener und drei jungen Deutschen in einem Zimmer und alle
sind wirklich nett. Meine erste wirklich gruselige Erfahrung hier im Hostel
hatte ich aber gleich am ersten Morgen im Waschraum - da rannte erstmal eine riesige
Kakerlake (mind. 5 cm!!) an meinen Füßen vorbei und verschwand dann in einem
Loch in der Türleiste - Uuuuuuhhhhhaaaaa :O!! Ich hatte richtig Gänsehaut, weil
das Viech so groß und am hellerlichten Tag unterwegs war! Seitdem habe ich zum
Glück keine mehr gesehen - aber ich weiß, sie sind da... Außerdem hatte man mir
gleich an diesem Morgen meine Milch und meine Frootloops aus der Küche gemaust,
die ich für viel Geld (8 Dollar für die Frootloops!!!) am Abend zuvor noch
gekauft hatte - da war ich gleich bedient! Kein Frühstück…!! Aber man wird hier
morgens von einem wunderbaren Bäckerduft geweckt und so kaufte ich mir gleich
eines der tollen Riesen-Croissants mit Schokolade drin, die der entsprechende
Bäcker direkt neben dem Hostel verkauft und genoss mein Frühstück am Strand mit
Blick auf die Tasmanische See und mit der Sonne im Rücken (ich war am ersten
Tag auch tatsächlich erst etwas irritiert, weil die Sonne hier irgendwie falsch
herum wandert ;)). Das war toll und das Wetter war super!! Zumal es hier ja eigentlich noch Winter ist
und es die letzten Wochen nur geregnet haben soll. Jetzt nicht mehr :). Ich
verbrachte den Rest des Tages am Strand und am Skaterpark (u.a. mit Federico, dem italienischen Surfer), wo selbst kleine
8-jährige Mädchen krassere Kunststücke hinlegen, als ich sie jemals gesehen
habe. Überhaupt scheint hier jeder entweder Surfer oder Skateboarder oder beides
zu sein, im Wasser tummeln sich täglich massenhaft Surfer, aber kaum Schwimmer
- das Wasser ist einfach saukalt!!! Nach meiner ersten Surfsession waren meine
Hände und Füße noch eine Stunde taub! Ist ja auch noch Winter ;)
Am nächsten Tag wiederholte ich mein
Frühstück-am-Strand und erkundete dann die Gegend - ganz toll ist der Coastal
Walk, der hier vom Bondi Beach in Richtung Norden und Süden immer an den
Klippen entlang führt und hinter jeder Ecke neue tolle Aussichten, kleine Strände und
Fotomotive bietet. Wunderschön!! Dann traf ich mich abends noch mit einer
ehemaligen Studenten aus Jena, die zur Zeit in Sydney lebt und mich über Facebook
angeschrieben hatte - die Welt ist echt ein Dorf, das sollte sich auch die nächsten
Tage wieder bestätigen…

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