Donnerstag, 25. September 2014

Big Summary Sydney...


So, da es morgen nun schon wieder weiter geht nach Samoa und ich ganz schön hinterherhänge mit Berichten, weil es hier so schwierig ist mit dem Internet, versuche ich jetzt, die letzten 10 bis 12 Tage so gut es geht zusammenzufassen - könnte also wieder lang werden :). Ganz toll fand ich das Australian Museum, dass sich vor allem mit der australischen Tierwelt und ein wenig auch mit der Geschichte des Kontinents befasst. Es gibt unzählige Tierexponate und mal lernt unheimlich viel über die verschiedenen Arten und wie sie sich ganz speziell an ihren Lebensraum in Australien angepasst haben. Auf einer ganzen Etage kann man die Tiere sogar anfassen, sich mit riesigen ausgestopften Kängurus fotografieren lassen, unzählige Knochen studieren, riesige präparierte Spinnen unter dem Mikroskop betrachten und sich dabei immer wieder neu gruseln und Oskar, den großen Leguan streicheln und herumschleppen (der zum Glück noch quicklebendig ist :)). Die beiden Mitarbeiter dort waren sehr nett und haben mir Löcher in den Bauch gefragt über Deutschland, Jena und was ich in Sydney so mache und plane und dann haben wir uns Jena im Internet angeschaut - ein echt komisches Gefühl, mitten in Sydney im Museum meine Stadt auf dem Bildschirm zu sehen… Die zwei waren so neugierig und sehr lieb - und haben mich doch glatt auf 25 geschätzt :D *lach* - Charmeure :)! Mit meinem ganzen neuen Wissen im Kopf bin ich dann einfach wieder  ein bißchen durch die Stadt gestromert, wo es mich gerade hinzog und bin am Darling Harbour und in China-Town gelandet - was allerdings hier ziemlich klein ausfällt. Dann habe ich mich mit Karo und ihrer französischen Freundin Sandra getroffen - zum Pancakes essen in The Rocks, einem der ältesten Stadtteile Sydneys mit tollen (teuren) Restaurants (26 Dollar für eine Suppe :)) und schicken kleinen Pubs (für ein Bier zahlt man in Sydney ganz schnell mal 10 Dollar). Die Pancakes sind auch nicht eben billig, aber so lecker und reichhaltig, dass das erstmal egal ist :). Und Sydney ist eben teuer, das lässt sich nicht leugnen. Danach bin ich noch ein wenig mit meiner Kamera am Sydney Harbour auf Motivsuche gegangen - das Problem ist, dass man immer wieder an der Brücke hängenbleibt und einfach immer ein Bild (mindestens :D) machen muss, es geht einfach nicht anders, niemand hier kann sich dem entziehen, es ist wirklich komisch :D.

Am nächsten Morgen musste der nette Italiener abreisen und dafür kam die liebe Laura als neue Zimmergenossin, eine Make-up-Artist aus Kanada, mit der ich mich auf Anhieb gut verstand. Ich traf sie zum ersten Mal, als ich zitternd und schlotternd von meinen zweiten Surfsession zurückkam. Diesmal hatte ich ein längeres Board und Olli hat mir noch ein paar Tips gegeben und so hat es doch wesentlich besser geklappt als beim letzten Mal. Trotzdem geben meine Muskeln nach spätestens 1,5 Stunden den Geist auf, weil das Wasser zusammen mit dem Wind so kalt ist, dass ich einfach irgendwann nicht mehr fühle, ob ich noch Hände und Füße habe oder nicht. Trotz Wetsuit brauchte ich diesmal sogar fast 2 Stunden und eine kochende Dusche, um wieder warm zu werden - gräßlich, ich freue mich auf Samoa und Surfen im Bikini :)! Abends habe ich von Laura neue witzige Kartenspiele gelernt - obwohl ich Kartenspielen (insbesondere andauerndes Verlieren ;)) hasse, machen diese richtig Spaß, die werde ich in der Heimat mal weitergeben. Bei einem dieser Spiele war auch Alan, ein netter Argentinier dabei, der mir mehrmals versicherte, ich hätte das Talent und die perfekte Stimme zum Snychronisieren von Animationsfilmen oder zum Schauspielern - hahaha :D, da weiß ich ja jetzt, was ich als nächstes ausprobieren werden :)! Danach haben wir gleich den nächsten Tag zusammen geplant - Taronga Zoo! Vom Watsons Bay ganz am nördlichen Ende von Bondi ging`s mit der Fähre von Bucht zu Bucht in Richtung der Skyline von Sydney (die Fotozahlen steigen ins Unendliche) und dann vom Circular Quay am Hafen von Sydney rüber zum Zoo, in den man über eine eigene Seilbahn gelangt. Der Zoo beherbergt vorrangig die Tiere Australiens und ist wunderschön, überall hat man immer wieder einen Wahnsinnsausblick auf Sydney. Ganz toll war die Seelöwen-Show, bei der die Tiere einzeln vorgestellt werden und man erfährt, wie sie leben und welche Charakterzüge sie jeweils haben. Kunststücke zeigen sie auch, wobei immer wieder darauf hingeweisen wird, das die Tiere nicht (wie in anderen „Shows“) gegen ihren Willen getrimmt werden, sondern aufgrund ihrer Intelligenz regelmäßig Abwechslung und neue Herausforderungen brauchen und bei diesen Spielen sehr viel Spaß haben. Ich hoffe, das stimmt - werde das mal nachforschen… Am tollsten war jedoch die Vogelshow, mit Adlern, großen Papageien und Eulen, die knapp über den Köpfen der Zuschauer hin und her flogen und das alles vor der Skyline Sydneys - natürlich mein Highlight des Tages. Meine Kamera stand niemals still :D! Zum Abschluss wurde auch hier betont, wie wichtig es sei, den Lebensraum der Tiere zu schützen und dann durfte man einem netten Papageien ein Geldstück geben, der es dann als Spende in eine große Box warf - soooo toll :)!!

Die nächste große Unternehmung war die Fahrt in die Blue Mountains mit Karo und Sandra und noch vier anderen Mädels u.a. aus Brasilien und Korea. Ein sehr witziger und schöner Tag in einer wirklich wunderschönen Landschaft. Am liebsten hätte ich gleich ein paar Tage mit dem Zelt dort verbracht (obwohl ich nicht gerade der große Camper-Fan bin), weil es einfach so schön ist und sich das Tal vielversprechend und wild vor den Blicken der Besucher ausbreitet. Die Geräusche des Waldes lassen erahnen, wieviele Tierarten sich hier verstecken - ich weiß gar nicht genau, ob ich alle unbedingt kennenlernen muss - aber allein das inzwischen sehr bekannte Gekreische der zahlreichen Kakadus, die hier dauernd überall aus den Bäumen hochflattern lässt mich aufgeregt herumzappeln und ich will am liebsten nur mit Kamera, Rucksack und Zelt durch den Wald streifen. Auch die „Three Sisters“, eine große Felsformation, die insbesondere für die Aboriginies hier eine sehr große Bedeutung hat, sind beeindruckend und der Blick hier über das Tal ist wunderschön. Allerdings zieht er auch massenhaft Touristen an, insbesondere lustige Chinesen, die hier alle mit denselben grellgrünen Jacken mit Sydney-Bild drauf herumhüpfen (die zu keinem anderen Kleidungsstück passen und einfach niemandem stehen) und Gruppenfotos mit ca. 100 Leuten machen, für das dann alle mehrmals laut brüllen müssen…

Am vergangenden Montag habe ich es dann tatsächlich gewagt, im Sydney Dance Center (Sydney Dance Company) eine Contemporary-Lesson (Mittelstufe) zu buchen. Die Tanzschule bzw. die Company hat ihre Räume direkt am Hafen in einer historischen Wharf und ist einfach megaschön!! Man kommt über die zugehörige Sydney-Dance-Lounge (superschönes Café mit Blick auf Sydney und den Hafen) hinein und kann direkt den Profis beim täglichen Training zuschauen - das ist so toll!!! Die Stunde an sich war leider für meinen Geschmack etwas zu experimentell und seeeeeehhhhhr contemporary ;) - das Training war außerdem eher Beginner als Intermediate und filmen durfte ich die seltsame Choreo auch nicht (habe ich aber heimlich gemacht). Naja, muss einem ja auch nicht alles gefallen… Danach bin ich gleich losgeflitzt, weil ich mit Tobi und Laura  vor dem Museum of Contemporary Art verabredet war. Zusammen sind wir dann den Brückenpfeiler der Harbour Bridge hochgestiegen (Pylon View), der nur einen Bruchteil des Harbour Bridge Climb kostet, aber einen ebenso tollen Blick auf den Hafen und die Stadt bietet - sehr zu empfehlen für alle, die keine 200 Dollar ausgeben wollen, wenn sie den Wahnsinnsblick nicht mal selbst fotografieren dürfen! Der Blick von da oben ist einfach unbeschreiblich, wir konnten wieder mal gar nicht aufhören mit fotografieren :)! Noch toller wurde es im Botanischen Garten, wohin es uns nach einem leckeren Lunch in The Rocks zog - mit dem Ziel, die großen Kakadus anzulocken und zu füttern. Leider hatten wir kein Futter, das hatten wir vergessen zu besorgen - bis ich im Park eine Scheibe Toastbrot fand, die einfach mitten auf der Wiese lag. Zuerst lachten die beiden über mich, weil ich einfach die Brotscheibe mitgenommen habe, aber dann waren sie sehr froh, denn die Kakadus fanden das ganz toll und waren nicht mehr zu bremsen - sie kamen von überall her und hockten schließlich auf Tobis Rucksack, Lauras Kopf, meiner Schulter, auf Armen und Rücken und fraßen die Brotstückchen aus der Hand. Und die sind echt groß und schwer und die Schnäbel sind beeindruckend - vor allem, wenn sie direkt neben deinem Ohr sitzen! Wir waren ganz hingerissen, ich ganz besonders und haben krümchenweise die eine Scheibe Brot verfüttert, damit sie möglichst lange dableiben!!! Oh, das war so schön, ich war ganz glücklich und morgen gehe ich auf jeden Fall auch nochmal hin, mit neuem Futter bewaffnet :D!! Danach konnten wir wieder mal nicht aufhören mit grinsen und genossen noch den Sonnenuntergang mit Blick auf Sydney. Hier ist eins meiner Lieblingsfotos (von inzwischen fast 6000!!) entstanden: die Skyline von Sydney bei Sonnenuntergang und am Himmel der Schriftzug „THIS WILL NEVER LAST“, wieder von einem talentierten Kunstflieger „geschrieben“ - sieht aus wie eine Fotomontage, ist aber alles echt und perfektes Timing! Auf dem Heimweg gab es dann noch einen lustigen/ seltsamen Zwischenfall im Bus, der uns zwang, den Rest zu Fuß zu gehen. Eine Frau stritt sich doch tatsächlich mit einem fremden Mann, der neben ihr gesessen hatte um ihr Handy, dass er ihr weggenommen hatte, weil sie ein „Beweis-Foto“ von ihm gemacht hatte, nachdem er sie ihrer Meinung nach „unsittlich“ berührt hatte! Tatsache war, dass er sich beim Sitzen nur zu weit ausgebreitet hatte und sie dabei am Bein berührt hatte. Sie wollte dann die Polizei rufen (nachdem sie ihr Handy wiederhatte) und den Busfahrer zwingen, mit auf die Beamten zu warten. Dann kam es noch zum Streit zwischen ihr und einigen Fahrgästen, die alle stinksauer waren, weil niemand Lust hatte, ewig im Bus rumzuhängen, weil jemand seine Beine ein Stück zu weit in Richtung seiner Sitznachbarin geschoben hatte, weil er keinen Platz hatte - ist das zu fassen??? Und dann sind alle (!!!) schimpfend ausgestiegen und zu Fuß gegangen und nur der arme Busfahrer musste mit ihr auf die Polizei warten :D…

Weitere Highlights der letzten Tage waren das Whale-Watching, das uns atemberaubende Momente bescherte und das vor allem wegen unseres sehr lustigen Fahrers (mit Skibrille) und seinem sehr schnellen Boot (nur 20 Leute) extrem aufregend war - der Wellengang hat sein Übriges getan. Ich war froh, dass Laura mir vorher eine ihrer Anti-Seekrankheit-Pillen gegeben hat, einige Leute sahen sehr grün im Gesicht aus und haben z.T. fleißig die „Fische gefüttert“ :) … Die Wale waren sehr brav und haben sich oft blicken lassen! Ein wirklich tolles Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Heute gab es nochmal einen Foto-Marathon erst im Wildlife-Adventure-Park am Darling-Harbour, wo man den Koalas, Kängurus, Wombats (die sind so niedlich!!!) und vielen anderen Tieren ganz nah kommen kann (so nah, dass mir eine Riesenkakerlake über den nackten Fuß lief - uuuuurrrrgghh!!), danach im Madame-Tussaud-Wachsfiguren-Kabinett und zum Abschluss noch im Sealife-Aquarium von Sydney. Ich habe nun Fotos u.a. zusammen mit Bruce Willis, Albert Einstein, Ghandi und E.T. :)!

So, jetzt muss ich schlafen gehen, morgen habe ich nochmal Zeit für die letzten Mitbringsel und die letzten meiner über 20 (!) Karten, die ich noch schreiben muss und dann geht`s zur letzten Etappe nach Samoa :)… Bye bye ***


































Montag, 22. September 2014

still Sydney :D



Obwohl ich jetzt schon seit fast zwei Wochen hier bin, verging die Zeit irgendwie viel zu schnell. Inwischen haben schon mehrmal meine ZimmergenossInnen gewechselt. Anfangs wohnte ich nur mit dem netten Italiener Federico zusammen, dann kam Julia aus Deutschland für ein paar Tage dazu, dann die drei Jungs aus Frankfurt und jetzt wohne ich mit Laura aus Vancouver, Alexander aus Paris und drei netten jungen Mädchen aus Holland zusammen. So lernt man ständig neue Leute kennen. Und ich muss immer wieder feststellen, dass ich es genieße, mit Menschen zusammen zu sein, deren Muttersprache ebenfalls nicht Englisch ist, da sie wesentlich langsamer sprechen als die Aussis, Amerikaner oder Kanadier (und weil man so viel mehr über die verschiedensten Kulturen erfährt). Wenn sich Letztere unterhalten, kommt es schon öfter vor, dass ich nicht ein einziges Wort verstehe, weil es einfach viel zu schnell geht. Ich fühle mich aber sehr wohl hier, jeden Tag trifft man neue nette Leute und da hier so viele Deutsche unterwegs sind, komme ich manchmal auch dazu, mal wieder deutsch zu sprechen :). Manche Deutsche wollen allerdings gar nicht mehr deutsch sprechen, wenn sie andere treffen. So z.B. auch Olli, der auch an der Uni Jena Sportwissenschaft studiert hat und den ich hier im Hostel getroffen habe :D - es ist nicht zu fassen. Da laufe ich nichts ahnend durch Bondi Beach und sehe vor mir plötzlich jemanden, von dem ich glaube, ihn aus Jena zu kennen, aber ich denke - nein, das ist er niemals, zu unwahrscheinlich und er verschwindet in einem Surfshop! Tja, und zwei Tage später komme ich aus meinem Zimmer und da steht er direkt im Flur, in meinem Hostel!!! Nicht zu fassen!! Zufälle gibt`s… :)
Ich bin inwischen eigentlich auch kaum noch allein unterwegs, wie zu Beginn meiner Reise, weil ich dauernd irgendjemanden treffe oder kennenlerne. Mit Federico war ich im Botanical Garden, weil an diesem Tag das Wetter nicht so toll war und hier war ich wieder voll in meinem Element, da hier hunderte verschiedene Vogelarten unterwegs sind, die es bei uns nicht gibt, wie verschiedene Papageienarten, seltsame bunte kleine Vögelchen, lustige schwarze Typen mit übergroßen Füßen, große weiße Kakadus und zig andere… Meine Fotoanzahl geht schon wieder in die Tausende :D. Ich will unbedingt auch nochmal hin, weil ich inzwischen gehört habe, dass man die Papageien mit Futter anlocken kann und sie dann überall auf den Leuten rumklettern und aus der Hand fressen :D - toll! Außerdem gab es eine lustige Cheerleader-Truppe (Männer und Frauen) zu beobachten, die auf der Wiese zwischen den lustigen Vöglen ihr "Künste" erprobten :D...
Die ersten Tage war das Wetter wirklich super und dafür, dass hier eigentlich noch Winter ist bzw. der Frühling gerade erst beginnt, ist die Sonne sehr warm - da habe ich schon viel Zeit am Strand und mit meiner Kamera bewaffnet an den Klippen verbracht. Inzwischen ist es immer noch sehr sonnig, aber wenn der Wind auffrischt, was spätestens ab Mittag immer der Fall ist und auch gegen Abend (dunkel wird es ab 17.00 Uhr) ist es empfindlich kalt, manchmal nur zwischen 10° und 15° - was ziemlich unangenehm werden kann in Verbindung mit dem Wind - brrrrrrr….! Und da es so schnell dunkel wird, bin ich manchmal schon um 20.00 Uhr so müde, als wäre es Mitternacht :). Sydney bei Nacht ist unglaublich reizvoll, insbesondere im Zentrum. Die Hochhäuser, der gesamte Sydney Harbour, die Brücke und natürlich die Oper sehen immer wieder so toll aus und sind so schön beleuchtet, dass ich einfach immer, wenn ich vorbeikomme, Bilder machen muss - so geht es scheinbar irgendwie allen Leuten hier, ich will nicht wissen, wie oft allein die Oper jeden Tag fotografiert wird :)! Speziell am Samstagabend herrscht natürlich buntes Treiben im Zentrum und auch hier am Bondi Beach. Jede(r) takelt sich ordentlich auf und ganz groß in Mode sind hier scheinbar gerade Minikleidchen, die ganz offensichtlich nicht dazu dienen sollen, den Hintern zu bedecken :D. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man eher sehr schlank ist oder eher nicht so sehr schlank :D! Aber ich bin auch immer wieder überrascht, wie viele überdurchschnittlich schöne Frauen (und Männer!! ;)) hier rumlaufen und man merkt auch extrem, dass insbesondere das Zentrum Sydneys die High Society anzieht. Rund um den Sydney Harbour stehen mit die teuersten Häuser der Welt - hier bezahlt man ganz besonders für den Wahnsinnsblick, nicht unbedingt dafür, dass das Haus auch schön ist! Und feiern oder einfach was trinken gehen ist hier dermaßen teuer, dass man als arme Reisende ganz schnell seine restlichen Mäuse los ist :)… Aber es gibt auch immer wieder kostenlose Events und Sehenswürdigkeiten, die frei sind und wo dann alle gleich in Massen hinströmen. Wie z.B. das Festival of the Winds hier am Bondi Beach, das eine sehr lange Tradition hat und eine Riesenveranstaltung für alle Altersklassen ist. Jeder bringt seinen Drachen mit und dann gibt es einen großen Wettbewerb, welcher Drachen am längsten und am höchsten steigt. Dazu gibt es viele Tanzshows, Workshops, Livemusik, tolles Essen und und und... So voll habe ich den Strand vorher kein einziges Mal erlebt, um irgendwo etwas zu essen zu kaufen, musste man ca. 1 h anstehen und die armen Möwen waren ganz irritiert, weil der Himmel plötzlich völlig überfüllt war :). Manche Drachen flogen so hoch, dass man sie kaum noch erkennen konnte. Einige Chinesen waren dabei besonders eifrig, mit riesigen Spulen für die Drachenschnur ließen sie seltsamsten Gebilde gen Himmel steigen - dabei machte es auch nichts aus, wenn der Drachen eigentlich nur ein winziges Stück braunes Papier war, Hauptsache schön hoch. Ganz niedlich war ein großer schwarzer dicker Mann, der einen aus einer Mülltüte und schwarzem Klebeband gebauten (ziemlich häßlichen :)) Drachen steigen lassen wollte und ca. eine Stunde ganz geduldig damit kämpfte, das Ding in den Himmel zu bekommen. Alle paar Minuten schlitzte er mit den Fingernägeln ein neues Loch in seinen Drachen, in der Hoffnung auf eine bessere Aerodynamik :) - nach einiger Zeit bestand er nur noch aus diversen Löchern und Schlitzen, aber fliegen wollte er nicht - das tat uns so leid! Diesen Tag verbrachte ich mit Karo (der Studentin aus Jena, die auch gerade in Sydney lebt) und ihren Freunden und Mitbewohnern aus Sydney, u.a. einer weiteren Deutschen und einer sehr lustigen und netten Französin. Wir konnten u.a. auch einen Kunstflieger bestaunen, der große Herzen und ganze Sätze an den Himmel schrieb: REAL MEN COOK :D - das ist doch mal eine Aussage, die es wert ist in den Himmel zu „fliegen“ ;)… 















Donnerstag, 18. September 2014

Sydney Bondi Beach Part I


Jetzt bin ich schon über eine Woche in Sydney und habe es noch nicht geschafft, was Neues zu schreiben. Aber jetzt… :). Das Tollste am Flug von Buenos Aires nach Sydney war, dass wir über den Südpol geflogen sind - ich habe den SÜDPOL gesehen (!!!!) und fotografiert :)!! Ist nicht viel zu erkennen, aber die einzelnen (großen) Eisschollen kann man ausmachen! Außerdem war es einer der besten Board-Services, die ich je hatte. Ich hoffe, die restlichen Flüge laufen auch so… Bei meiner Ankunft am Flughafen wurde ich auch gleich sehr freundlich von meinem Shuttle-Busfahrer empfangen (er ist Syrier und seine Frau ist Deutsche, sie leben seit 30 Jahren in Sydney) und mit mir fuhr nur noch ein netter Opi aus Neuseeland, der auch ganz aufgeregt war, in Sydney zu sein - ganz süß :). Der Shuttle-Fahrer empfahl mir, mich in einen tollen Mann in Sydney zu verlieben und dann hier zu bleiben - tolle Idee :D...
Mein Hostel-Zimmer (6 Betten) direkt am Bondi Beach teilte ich vorerst nur mit einem italienischen Surfer, der vor allem deshalb die nächsten Monate durch Australien reisen will, um die ganzen tollen Surfspots zu testen. Ich wollte ja auch unbedingt hier surfen gehen, aber ausgerechnet ein paar Tage zuvor hatte ein Hai am Byron Bay einen Mann attackiert und getötet (der nur bis zum Bauch im Wasser stand) und eine aus dem Hostel hier erzählte sogar, sie habe es direkt mitbekommen… Aaaaahhh!! Da war ich dann etwas verunsichert… Aber „no risk, no fun“ :D - ich habe es trotzdem „gewagt“. Hier gab es auch schon ewig keine Haiangriffe mehr (außer Sylvester 2013) und es sind ja immer so viele Surfer im Wasser, wird der Hai ja nicht gleich mich aussuchen :/…(?) Hope so! Ist auch alles gut gegangen, zumindest was die Meeresbewohner betrifft. Bezüglich meiner Surfkünste ist zu sagen: naja, ich muss noch fleißig üben :)! Das Board war etwas zu klein für mich, ich bin ja noch Anfänger, auch wenn ich es schon gelernt habe und eigentlich weiß, was ich zu tun habe… mein Board hat da nicht so mitgemacht, ich stand vielleicht zweimal und der Rest bestand aus Warten auf die Wellen und Kämpfen mit den Wellen :) Aber ich werde es weiter versuchen!
Das Hostel ist ganz okay (aber die Küche ist gruselig!), aber fast alle Leute hier (viele Deutsche!!) sind vor allem zum Arbeiten da - Work and Travel… Ich wohne inzwischen mit dem Italiener und drei jungen Deutschen in einem Zimmer und alle sind wirklich nett. Meine erste wirklich gruselige Erfahrung hier im Hostel hatte ich aber gleich am ersten Morgen im Waschraum - da rannte erstmal eine riesige Kakerlake (mind. 5 cm!!) an meinen Füßen vorbei und verschwand dann in einem Loch in der Türleiste - Uuuuuuhhhhhaaaaa :O!! Ich hatte richtig Gänsehaut, weil das Viech so groß und am hellerlichten Tag unterwegs war! Seitdem habe ich zum Glück keine mehr gesehen - aber ich weiß, sie sind da... Außerdem hatte man mir gleich an diesem Morgen meine Milch und meine Frootloops aus der Küche gemaust, die ich für viel Geld (8 Dollar für die Frootloops!!!) am Abend zuvor noch gekauft hatte - da war ich gleich bedient! Kein Frühstück…!! Aber man wird hier morgens von einem wunderbaren Bäckerduft geweckt und so kaufte ich mir gleich eines der tollen Riesen-Croissants mit Schokolade drin, die der entsprechende Bäcker direkt neben dem Hostel verkauft und genoss mein Frühstück am Strand mit Blick auf die Tasmanische See und mit der Sonne im Rücken (ich war am ersten Tag auch tatsächlich erst etwas irritiert, weil die Sonne hier irgendwie falsch herum wandert ;)). Das war toll und das Wetter war super!! Zumal es hier ja eigentlich noch Winter ist und es die letzten Wochen nur geregnet haben soll. Jetzt nicht mehr :). Ich verbrachte den Rest des Tages am Strand und am Skaterpark (u.a. mit Federico, dem italienischen Surfer), wo selbst kleine 8-jährige Mädchen krassere Kunststücke hinlegen, als ich sie jemals gesehen habe. Überhaupt scheint hier jeder entweder Surfer oder Skateboarder oder beides zu sein, im Wasser tummeln sich täglich massenhaft Surfer, aber kaum Schwimmer - das Wasser ist einfach saukalt!!! Nach meiner ersten Surfsession waren meine Hände und Füße noch eine Stunde taub! Ist ja auch noch Winter ;)
Am nächsten Tag wiederholte ich mein Frühstück-am-Strand und erkundete dann die Gegend - ganz toll ist der Coastal Walk, der hier vom Bondi Beach in Richtung Norden und Süden immer an den Klippen entlang führt und hinter jeder Ecke neue tolle Aussichten, kleine Strände und Fotomotive bietet. Wunderschön!! Dann traf ich mich abends noch mit einer ehemaligen Studenten aus Jena, die zur Zeit in Sydney lebt und mich über Facebook angeschrieben hatte - die Welt ist echt ein Dorf, das sollte sich auch die nächsten Tage wieder bestätigen…