Sonntag, 14. September 2014

Buenos Aires (man muss ja nicht alles auf einmal lesen... ;))

Buenos Aires

Seit meinem letzten Post sind einige Tage vergangen und es ist Zeit, mal wieder ein wenig zurückzublicken und zusammenzufassen. Die vergangene Woche habe ich in Buenos Aires bei meiner Cousine Lisa verbracht und wieder sehr viel erlebt. Vom Flug gibt es nicht viel zu berichten, außer dass ich über Toronto und Santiago de Chile geflogen bin, was einen „kleinen Umweg“ von einigen tausend Kilometern bedeutet, ich habe sozusagen in Z-Form zwei Kontinente gekreuzt :). Am Flughafen entdeckte ich Lisa auch sofort. Der Taxifahrer, der uns vom Flughafen zu Lisas Wohnung brachte, war ein echter Spaßvogel: er sagte zu uns, wir seien aber sehr häßliche blonde Deutsche und wir würden außerdem gar nicht mehr aufhören mit reden - kein Wunder, ich habe Lisa letzten Januar das letzte Mal gesehen und er konnte natürlich auch kein Wort verstehen :). Als wir fragten, was er damit meinte und dass er ganz schön gemein sei, meinte er lachend, wir würden von Argentiniern bestimmt gesagt bekommen, dass wir hübsch seien und das sei ja langweilig und so würden wir uns doch an ihn erinnern - nett, oder? :D Anschnallen gibt`s übrigens in Buenos Aires nicht, nach meinem Gurt im Taxi habe ich vergeblich gesucht, was bei dem Fahrstil der Einheimischen und den Straßenverhältnissen nicht eben eine gute Idee ist… Nachdem wir in Lisas Wohnung, die sie sich mit ihrer argentinischen Mitbewohnerin und ihren zwei süßen Mietzekatzen teilt, angekommen waren, passierte nicht mehr viel. Wir aßen Spaghetti und schwatzten stundenlang, ein bißchen was von Lisas Wohngegend habe ich dann auch schon kennengelernt. Es gibt für alles einen Extra-Laden: einen für Hundeknochen und -spielzeug, einen für Regencapes und Gummistiefel, einen nur für Babykleidung, ... Und manche Straßen haben nur Geschäfte für Musikinstrumente oder nur für Elektronik. Da weiß man immer, wo man findet, was man sucht. Am späten Nachmittag hatte ich dann das erste Mal auf meiner Reise mit Jetlag zu kämpfen und war ungefähr ab 19.00 Uhr nicht mehr ansprechbar. Ic h wurde nur kurz wach, um Lisas Mitbewohnerin kennenzulernen und ihre Freunde aus Deutschland, die derzeit in Rio leben und auch gerade zu Besuch waren. In der Nacht wachte ich dann auf, weil ich das Gefühl hatte, wieder festgeschnallt zu sein wie im Flugzeug - und das war ich auch - von Lisas Katzen, die quer über meiner Hüfte lagen und mich wärmten ;). Von da an kugelten sie sich jede Nacht auf meinem Bett und mir herum - viel Platz war da nicht mehr, aber es war zumindest warm und kuschelig :D.
Der nächste Tag begann erst lange nach 10.00 Uhr, wir waren irgendwie alle platt, so lange habe ich seit Monaten nicht geschlafen. Nach einem Frühstück mit wunderbaren Blätterteig-Gebäckstückchen frisch vom Bäcker machten Lisa und ich einen kleinen Trip ins Zentrum von Buenos Aires, u.a. anderem zum Plaza de Mayo, wo grüne Papageien durch die Bäume sausen. Leider war das Wetter an diesem Tag noch ziemlich mies und grau und so verbrachten wir den Rest des Nachmittags in einem kleinen, gemütlichen Café, beobachteten die Leute, die draußen vorbei kamen und schwatzten über alles, was uns so einfiel. Abends besuchten wir alle zusammen einen argentinischen Kinofilm, an dem auch Freunde von Lisa beteiligt gewesen waren - „Serré Milliones“. Da ich kein Wort verstand, übersetzte Lisa fleißig und den Rest reimte ich mir zusammen - eigentlich eine spannende Sache, wenn man die Sprache nicht versteht - man achtet viel mehr auf Mimik und Gestik der Menschen. Das half mir auch in der argentinischen Bar nach dem Kinobesuch - als einzige Nicht-Spanisch-Sprechende unter vielen Argentiniern und einigen spanischsprechenden Deutschen muss man sich eben mit Händen und Füßen und den wenigen Brocken Spanisch, die man kennt bzw. versteht, behelfen und verständigen. Klappt ganz gut, wenn der Gegenüber mitmacht… Und ich hatte ja auch immer wieder nette Übersetzer, da Lisas deutsche Freunde aus Rio ebenfalls dabei waren. Insgesamt ein sehr lustiger Abend!
Da Lisa am nächsten Tag in die Uni musste und danach noch einer Studentin Deutschunterricht gab, zog ich mit den beiden anderen allein los. Mit einem guten Buch und einem wirklich leckeren Schokomilchshake sitzt es sich sehr gemütlich in einem der vielen Cafés. Nach einem entspannten Nachmittag fuhren wir ins Hafenviertel, da es hier eine Gratis-Tanzveranstaltung geben sollte. Da es ja auf der Südhalbkugel gerade noch Winter bzw. Frühling ist, wird es ziemlich früh dunkel und so war es doch zeitweise ein wenig unheimlich in dieser Ecke der Stadt, in der man sich eigentlich als Tourist nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aufhalten soll. Aber uns lockte die Gratis-Veranstaltung, die eine Kombination aus argentinischem Tango, Ballett und Zeitgenössischem Tanz zu sein versprach und tatsächlich entdeckten wir hinter einer der unheimlichen Häuserecken plötzlich ein großes, sehr schickes Gebäude, das man hier gar nicht vermutet hätte. Hier genossen wir eine wirklich tolle und beeindruckende Show, und das ganz ohne Eintritt! Möchte ich in Jena auch mal haben…
Der nächste Tag begann dann endlich mal mit strahlendem Sonnenschein und so ging`s bei bestem Wetter zu viert mit dem Zug nach Tigre, an den Rio de la Plata. Auf der langen Fahrt in den Norden von Buenos Aires konnte ich so auch mal andere Gesichter der Stadt entdecken. Buenos Aires ist insgesamt sehr bunt und die Architektur wirkt zum Teil wie wahllos zusammengewürfelt. Besonders sauber ist es nicht gerade, aber sehr interessant und abwechslunsgreich. In Tigre war auch schon viel mehr vom nahenden Frühling zu spüren als im Zentrum der Stadt, es blühte und grünte schon überall. Als erstes besuchten wir den großen Markt, der einen Mix aus typisch argentinischen Souvenirs, leckeren Snacks, Büchern, Wohnutensilien und tausenderlei anderen Dingen bot und wo man sogar Hundewelpen, Kaninchen und zig verschiedene Vogelarten kaufen konnte. Auch einen jungen Nymphensittich habe ich hier entdeckt - am liebsten hätte ich ihn gleich rausgeschmuggelt :(… Speziell die vielen tollen selbst gebauten Möbel und auch die großen Bambushölzer, die es hier für absolute Spottpreise gab, hatten es mir angetan - leider wäre der Transport nach Deutschland wiederum so teuer, dass es sich dann auch wieder nicht lohnt…Es gab hier auch einen großen Freizeitpark, u.a. mit einer gruseligen Achterbahn, bei der man nicht nur mehrere Loopings fährt, sondern auch noch (kopfüber) in der Bahn hängt (statt zu sitzen) und zum Teil sogar rückwärts herumgeschleudert wird!! Ich war dankbar, das ganze Spektakel von außen betrachten zu können, statt drin zu sitzen. Die anderen drei wollten gern mitfahren (ich nicht!) - zum Glück war ihnen der Eintritt zu teuer - da war ich sehr froh :). Auf dem Weg zurück genossen wir noch ein tolles chinesisches Essen im Chinesischen Viertel von Buenos Aires - jeder bestellte was Leckeres und dann wurde eifrig gekostet und getauscht, so dass wir dann gut nach Hause „rollen“ konnten :D.
Am kommenden Sonntag konnten wir sogar bei Sonnenschein auf der Terrasse frühstücken (bzw. Mate-Tee trinken). Heute wollten wir u.a. den Radiosender besuchen, bei dem Lisa einmal die Woche arbeitet und vorher einen weiteren Markt in einem großen Park unsicher machen. Letzterer erwies sich vor allem als ein Treffpunkt für die verschiedensten Künstler und Musiker - in jeder Ecke des Parks gab es was anderes zu bestaunen: Capoeira, Akrobatik, Tanz, Contact Improvisation, Asiatische Kampfkunst, Slackline, Skateboarden, … Im Park gabe es außerdem ein großes Amphi-Theater, wo am Abend wieder ein Gratis-Veranstaltung stattfinden sollte - diesmal mit Flamenco und Livemusik. Auffallend war außerdem (übrigens überall in Buenos Aires), dass unheimlich viele Leute einen Hund haben und unheimlich viele der Hunde kleine Mäntelchen, Jäckchen oder Pulloverchen tragen. Diese gab es an diversen Ständen auf dem Markt (in den umöglichsten Farben und Formen), und am Parkeingang gab es außerden gleich passend dazu von einer Organisation gerettete Hundewelpen und kleine Kätzchen zu kaufen. Lustig war eine kleine Gruppe Punks, die einen Dackel dabei hatten - dieser Dackel war sehr lang und hatte so kurze Beinchen, dass sein Bauch fast auf der Erde schleifte :D. Die Punks und ihr „Wursthund“… Ein lustige Kombo :D. Im Radiosender wurden wir sehr freundlich empfangen und wir durften nicht nur alle Räume und Studios und die riesige Satelittenschüssel auf der Dachterrasse besichtigen, sondern sogar bei einer Live-Aufzeichnung zusehen. Danach gings ins Amphi-Theater und hier hab ich dann Lisas ehemaligen Mitbewohner und Freund kennengelernt - einen Bühnentänzer und Choreographen (Ballett, Zeitgenössischen und Modernen Tanz) aus Uruguay, der im kommenden Sommer in Deutschland und Frankreich Kurse und Weiterbildungen besuchen will. Dann wäre es natürlich toll, bei ihm auch mal Unterricht nehmen zu können - mal sehen, vielleicht in Erfurt…;)? Nach der Show standen wir dann noch sehr lange neben einer Gruppe Swingtänzer, die eine große bunte Matte im Park ausgerollt hatten und darauf stundenlang die Füße und Beine „fliegen“ ließen. Wir tanzten mit (nur kein Swing und eher schlecht als recht :)) und genossen vor allem die witzige Swingmusik und ihre Texte („I`d like to brake your legs, because you broke my heart…“, „If you can`t love me, you can`t love anybody”, :)…). Mein letzter Abend im Buenos Aires endete dann damit, dass ich mich von Lisa beschwatzen lies, doch unbedingt wenigstens einmal ein echtes argentinisches Steak zu kosten. Und ich muss sagen - obwohl ich eigentlich kein großer Fleischfan bin, hat es sich wirklich gelohnt - sehr lecker!! Dann hieß es schon wieder Abschied nehmen von Lisas Freunden, von Buenos Aires und natürlich von Lisa :(… Koffer packen, eine letzte Nacht das Bett mit den Katzen teilen und dann ging`s am nächsten Morgen weiter nach Sydney… Die arme Lisa ist extra für mich um halb 5 aufgestanden um mich noch zum Flughafen zu begleiten, damit ich nicht auf den letzten paar Metern noch verloren gehe!! Lieben Dank dafür und für Speis und Trank und für eine wirklich schöne Woche!! Bis hoffentlich ganz bald - Chao, Besos!! ***


































Dienstag, 2. September 2014

„Stadt der Engel“ (Lesezeit: 10-15 min :))



Nach mehr als drei Tagen muss ich meine ursprüngliche Meinung ändern - Los Angeles ist vielleicht nicht direkt eine Stadt der Engel im wörtlichen Sinne, jedoch hat sie viel mehr schöne Orte und interessante und nette Menschen zu bieten, als gedacht. Nach meinem ersten Besuch in L.A. vor über zwei Jahren war ich eher wenig begeistert von dieser Stadt (schmutzig, grau, groß und häßlich erschien sie), aber es zeigt sich, dass es sich doch immer wieder lohnt, hinter die Kulissen zu schauen und einen zweiten, dritten, ja vierten Blick zu wagen. 
Am Abend meiner Ankunft im Saharan Motor Hotel am Sunset Blvd. ließ ich mir von dem sehr freundlichen und hilfsbereiten Hotelangestellten eine L.A.-City-Tour für den nächsten Tag aufschwatzen und ich bin ihm wirklich dankbar dafür, denn so konnte ich das L.A. entdecken, was schon viele vor mir angezogen hat, denn nicht umsonst wohnen unheimlich viele Schauspieler, berühmte Regisseure, Sänger, Künstler und sonstige VIP in den Bergen von Hollywood. Abseits des ständigen und lauten Verkehrs (denn L.A. ist keine Stadt der Fußgänger und Radfahrer, sondern vor allem der Autos) gibt es immer wieder überraschend hübsche und plötzlich sehr ruhige Ecken und ganze Straßenzüge sehen plötzlich eher nach gemütlicher Kleinstadt als nach Großstadt-Moloch aus - und dass nicht selten nur eine Straße vom Riesen-Getümmel entfernt. Fazit: ich bin positiv überrascht! :)
Doch bevor es am Samstag auf große Entdeckungstour ging, stand erstmal mein erster Kurs im Millenium-Dance-Complex an, der Grund, warum ich überhaupt unbedingt nochmal nach L.A. wollte. Nach einer kleinen, unerwünschten Stadtrundfahrt (keine Navi!! :)) kam ich gerade noch pünktlich in der tollen Tanzschule an. Hier unterrichten Leute, die schon Stars wie Britney Spears, Justin Timberlake und viele andere trainiert und choreographiert haben!! Die Wände in den Gängen und im Foyer sind gepflastert mit Bildern und Autogrammen von berühmten Sängern und anderen Künstlern und man fühlt sich gleich ganz „besonders“ ;), hier auch mal tanzen und Unterricht nehmen zu können - allein für das Feeling hier in den Räumen hat sich die Reise für mich gelohnt!! Mein erster Kurs (Jazz) bei Regina Williams war auch echt cool und ich kam gut mit, nur der Stil war nicht unbedingt so meins, und das Training wirkte manchmal etwas konfus (hoffentlich liest sie das hier nicht ;)) bzw. improvisiert - aber ich kann nicht behaupten, dass meine Kurse nicht manchmal auch so laufen :D… Also alles cool! :) Der zweite Kurs war dann richtig krass (einer von der Sorte, vor denen ich vorher so Panik hatte…) - alles schnell, alles ordentlich schwer und ca. eine Mio. Drehungen und ständig wechselnde Richtungen… Aaaaahhhh!!! Was mir auch schon in San Francisco aufgefallen ist - da stehen Leute (auch viele Männer) im Kurs, von denen würdest du in Deutschland niemals denken, dass sie tanzen können - ich sag`s mal so: Körperform, Gewicht oder sonstige unwichtige Dinge spielen da keine Rolle!! Und dann ist man immer wieder begeistert, was für ein Talent und ein tänzerischer Ausdruck da ausbricht!!! Echt toll :)!! Und die Choreo gab`s zu „Stay with me“ von Sam With - so schön :)! Wenn ich wieder zuhause bin, über ich das Ding so lange, bis es halbwegs so aussieht, wie ich es gern hätte. Nebenbei: Eric Ellis ist der Wahnsinn - dreht einfach mal nur so zur Demonstration 6-7 Turns!!! Und er tanzt sooooooo toll!! *Neid!!* Nach meinen drei Stunden Training war ich ganz schön platt und hab mir zur Belohnung noch eine tolle „Erinnerung-an-meinen-tollen-Tanzunterricht-im-berühmten-Millenium-Dance-Complex-in-L.A.-Hose“ gekauft :). Den Contemporary-Kurs, den ich am Montag eigentlich noch belegen wollte, habe ich dann leider streichen müssen, da er zu so einer blöden Zeit lag und ich lieber noch ein wenig L.A. entdecken wollte.
Nach meiner Rückkehr ins Hotel  gönnte ich mir dann erstmal ein ausgedehntes Pool- und Sonnenbad und dann kam auch schon der Oben-ohne-Bus, um mich für die gebuchte Tour abzuholen. Los ging`s am Mullholland-Drive durch die Hollywood Hills, wo man von oben einen wunderschönen Blick auf die Stadt und den berühmte „Hollywood-Schriftzug“ hat. Der Fahrer zeigte uns viele viele tolle Villen und zählte auf, wer alles darin lebt und sich regelrecht hinter kilometerlangen Auffahrten und einer traumhaften Landschaft verschanzt. Hier residieren Leute wie Ashton Kutscher, Pink, Matthew McConaughey, Tom Cruise und Katie Holmes, Brad Pitt und Angelina Jolie, Robbie Williams, Gwen Stefanie und dergleichen mehr als „Nachbarn“ und genießen ihren Reichtum und Erfolg in entsprechenden Villen und parkähnlichen Anlagen (meist mit eigenen Tennis-Plätzen und Riesen-Pools). Man kann ganz schnell neidisch werden, nicht unbedingt auf die Häuser sondern vielmehr auf die tolle Landschaft und den atemberaubenden Blick auf L.A. und die umliegenden Hügel und Berge. Danach folgten Bel Air, Beverly Hills, der Rodeo Drive und vieles mehr. Es verschlägt einem immer wieder auf`s Neue den Atem!!! Neben vielen anderen Drehorten für bekannte Filme fuhren wir auch an dem berühmten Haus vorbei (eigentlich ein kleines Hotel), an dem die Limousine im Film „Pretty Woman“ hält und er sie auf der Feuertreppe von ihrem alten Leben „befreit“ :) - soooo cool!! Alles in allem eine wirklich tolle Tour und eine Menge zu entdecken!!
Am Sonntagvormittag begab ich mich dann zum berühmten Walk of Fame, um über die Sterne der Stars zu flanieren und mit gesenktem Blick („Oh, excuse me! Oh, I´m sorrry, I´m sorry!! Oh, could you please take a picture? -  Great, thank you! You wan`t also a picture, no problem, you`re welcome!“:)) die mir bekannten und heiß geliebten Künstler zu entdecken und dabei die ganze Zeit dusslig vor mich hinzugrinsen :)… Auch den Stern eines meiner Lieblingsschauspieler habe ich aufgestöbert - da Robin Williams leider kürzlich verstorben ist, stapeln sich hier die Blumen, Karten und Fanmitteilungen und alle bleiben andächtig stehen und denken bestimmt wie ich an den fröhlichen, immer sympathischen Familienvater in „Mrs. Doughtfire“, an „Good Will Hunting“ oder an „Hinter dem Horizont“ und trauern um einen wirklich großartigen Schauspieler und sein tragisches Ende! 
Vor dem beeindruckenden Grauman`s Chinesese Theater kann man seine Füße und Hände mit den Abdrücken früherer und aktueller Stars vergleichen und wortwörtlich „in ihre Fußstapfen“ steigen :) - also Will Smiths Füße sind wirklich riesig :)!!!
Nachdem ich begeistert alberne Andenken für die Lieben zuhause erstanden hatte, gab`s noch leckeres chinesischen Essen - wie immer alles in XXL, Smoothie, Wasser, Essen - die Portionen hier sind niemals klein, auch nicht, wenn man small wählt - aber immer bekommt man aufgeführt, wie wenig Kalorien doch alles hat *hahaha* :D... 
Dann ging`s wieder zurück zum Hotel und anschließend nach Santa Monica, um mich mit Shannon, Matze und LeeAnn zu treffen - eigentlich war dann die Weiterfahrt nach Venice Beach geplant, aber leider kam nun wieder die etwas weniger schöne Seite L.A.s zum Vorschein - an einem Sonntag an einen Strand von Los Angeles fahren zu wollen ist ein echtes Abenteuer - der pure Wahnsinn!!! Noch dazu, wenn trotz Sonntag zig Malls geöffnet haben und insbesondere der Pier von Santa Monica u.a. mit einem Riesenrad, einer Achterbahn und weiteren Attraktionen ausgestattet ist. Eine Grünphase für die Fußgänger gleicht hier einer großen, nicht enden wollenden Wildtierwanderung im afrikanischen Busch :D! An jeder Ecke helfen zwar neben den Ampeln viele Cops mit, den Verkehr für alle etwas zu sortieren, aber trotzdem hatte ich an diesem Nachmittag das erste Mal seit meiner Abreise wieder richtige Autofahrer-Wut :)!!! Vor allem, als ich mitten in einem weiteren ewig dauernden Stau bemerkt habe, dass ich wieder mal falsch abgebogen war (KEIN NAVI!!!!) und schon seit einiger Zeit in der falschen Richtung im Stau stand! Ich kann froh sein, dass mich bisher noch kein Cop bei einem meiner verbotenen U-Turns erwischt hat ;)! Mit über 1,5 h Verspätung trafen wir uns dann endlich im Chaos am Santa Monica Pier. Hier tummeln sich viele Straßenkünstler, Leute mit zahmen (?) Schlangen, wunderschönen und lustigen Papageien, die man sogar im Arm wiegen kann wie ein Baby (Anja war begeistert!! :) Dabei war es noch nicht mal mein „Baby“ ;)…), mit Riesen-Hoolahoop-Reifen und tausend anderen spannenden Dingen. Auf den Wiesen und den Plätzen am Strand kann man außerdem Akrobatikübungen bewundern oder gleich mitmachen, sich an diversen Turngeräten austoben oder auf der Slackline Kunststückchen üben. Es ist ein Riesenzirkus! Nebenbei ist das Wasser hier viel wärmer als z.B. in San Francisco und endlich konnte ich mal richtig im Pazifik baden :)!!! Am Abend gab`s noch leckere Burritos, die wir direkt auf der Wiese am Pier genießen konnten. Jeder setzt sich hier einfach hin, wo es ihm gerade einfällt - wie bei der Kulturarena in Jena, nur viel viel viel größer und verrückter :D! Danach hieß es dann endgültig Abschied nehmen von den dreien, denn am Dienstag geht`s weiter nach Buenos Aires!
Heute wollte ich eigentlich in die Universal Film Studios, habe mich dann aber kurzfristig doch lieber für die Warner Bros. entschieden, da ich weniger an großen Action-Attraktionen und Geisterbahnen als vielmehr an echten Filmhintergründen und richtigen Sets interessiert war. Und es war die absolut richtige Entscheidung! Die 2,5 Stunden dauernde VIP-Tour durch die Filmstudios (mit Golf-Car und zu Fuß) ist ein echtes Erlebnis!! Fans von Filmen und Serien wie Batman, Harry Potter, Herr der Ringe, Desperate Housewifes, Friends, Big Bang Theory und Tausenden mehr kommen hier voll auf ihre Kosten. Man kann ganze Filmstädte und zahllose bekannte Plätze aus Film und Fernsehen entdecken. Richtig toll war für mich ein Besuch des Sets von The Mentalist - aaaaaaahhhhh, mein Dauergrinsen wollte einfach nicht mehr weggehen! Ich stand im Gang des Büros des CBI :)!!! Schade, dass der schöne Patrick Jane nicht da war, um einen Fall zu lösen :D!!! Mann, war das toll!! Und das ganze Drumherum, einfach alles hat mich begeistert, das Set, die Kabel, die Lampen, die Kameras, die riesigen Vorrichtungen im Studio und die Tatsache, dass nächste Woche hier schon wieder gedreht wird!! Danach gab`s im Museum zahlreiche Original-Requisiten aus Batman und Harry Potter zu entdecken. Ich warf einen Blick in die Bücher eines Kobolds von Gringotts, durfte den Sprechenden Hut aufsetzen (ich gehöre jetzt offiziell zu Griffindor :D), musste mich vor der gruseligen Spinne retten und habe Voldemort persönlich gegenübergestanden (naja, eigentlich nur seinem Umhang). In einem anderen Studio konnte man all die krassen Autos aus den Batman-Filmen bewundern - vor allem die Männer sahen hier sehr glücklich aus :)! Den krönenden Abschluss der Tour bildete eine Sitzprobe mit Foto auf der Original-Couch (!!!!) im Original-Central-Perk-Café aus Friends!!! Mein Po saß da, wo auch der Po von Jennifer Aniston und der anderen Friends immer saß :) - cool cool cool!!!! Zum Abschluss wollte ich mir fast einen Zauberstab von Ollivander kaufen, entschied mich dann aber doch nur für drei Packungen von Berti Botts Bohnen ;) - u.a. mit den Geschmacksrichtungen „Ohrenschmalz“, „Wurst“ und „Erbrochenes“ :D… bestimmt













































sehr lecker ;)
Nach einem letzten Pool-Sonnen-Bad habe ich nun nur noch die letzten Mitbringsel besorgt und war ein letztes Mal in den USA shoppen (mein Koffer ist nun schon um Einiges voller :)…) und morgen geht`s weiter nach Buenos Aires - allerdings über einen kleinen Umweg über Toronto (*lach* :D)… ca. 20 Stunden werde ich unterwegs sein. Frag mich einer, was das für einen Sinn machen soll, aber mir egal! Ich freu mich auf neue Erlebnisse und Abenteuer in einer Stadt, in der ich zwar die Sprache nicht kann, aber meine liebe Cousine Lisa mich bestimmt von ihrer Wahlheimat zu begeistern wissen wird. Dann gibt`s bestimmt wieder viel zu berichten - schon jetzt habe ich das Gefühl, mich dem Umfang meiner in Deutschland ruhenden Dissertation zu nähern :D… Vielen Dank für`s fleißige Lesen und bis bald aus Argentinien! Best Wishes to Germany and Goodbye Hollywood Hills Forever, Goodbye California *** Will miss you