Samstag, 30. August 2014

Roadtrip - ... Ojai - L.A.



…ein kurzer Gruß aus Los Angeles… Ich bin nun nach zwei Tagen Entspannung in Ojai bei Matze, Shannon und LeeAnn und gleichzeitig drückender Hitze in L.A. angekommen (und hier ist es auch heiß!) und gleich in einen Superstau geraten, weil heute Abend im Hollywood-Bowl eine Riesenveranstaltung ist, wo ich genau vorbeifahren musste („John Williams Los Angeles Philharmonic Seth MacFarlane, Sp Guest - ausverkauft“ kein Ahnung, wer das ist). Aber so schön entspannt, wie ich gerade bin, bringt mich nichts aus der Ruhe… Obwohl die Stadt laut, voll, bunt und schrill ist - das genaue Gegenteil zu Ojai :).
Mein Motel hier ist echt toll und liegt direkt am Sunset Blvd. Zum Frühstück kann ich so viel essen, wie ich will, auch am Pool oder in meinem Zimmer (ausdrückliche Information des Hotelangestellten :)) und man kann sich selbst Waffeln backen, so viele man möchte - juhuuuu :). Morgen stehen zwei Jazz-Kurse im Millenium Dance Complex an - bei Regina Williams und bei Eric Ellis (siehe Youtube!!). Am Montag folgt dann noch ein Contemporary-Kurs bei Tokyo. Ich bin ganz gespannt (und ein bißchen panisch!), ich hoffe, ich komme gut mit und steh nicht nur den anderen im Weg rum :D… Jetzt steht wieder ein bißchen Action an nach den faulen Tagen!
In Ojai habe ich nicht viel unternommen - zu heiß! Aber hier konnte ich den halben Donnerstag am Pool des Ojai Valley Inn & Spa faulenzen und in der Sonne braten, weil Shannon mir extra einen Guest-Pass besorgt hat :). Vielen Dank nochmal dafür!! Ansonsten waren es zwei sehr schöne und heiße Tage, ich hatte ein tolles Gästezimmer und sehr liebe Gastgeber und einen sehr netten und kuschelbedürftigen Kater, der mir nachts immer Gesellschaft geleistet hat :)! Am Sonntag treffe ich Matze, Shannon und ihre kleine Maus nochmal am Venice Beach zu einem letzten gemeinsamen Strandtag. I´m looking forward … Gestern waren wir noch bei Shannons Mum zum Dinner und es gab leckeres mexikanisches Essen und tolle amerikanische Konversation :)… Nach einem weiteren gemeinsamen Strandtag heute in Ventura (und einem weiteren selbstgebauten Mega-Softeis :)) konnte ich dann vollgetankt mit Sonne und guter Laune in meinem kleinen Chevrolet

















nach Los Angeles weiterreisen…

Donnerstag, 28. August 2014

Goodbye San Francisco...



So, das Heimweh ist nun gänzlich verschwunden :), obwohl ich meine Freunde und Familie genauso vermisse wie am Anfang oder sogar noch etwas mehr, weil ich so viel erlebe und es so gern mit ihnen teilen möchte!! Seit meinem letzten Post sind mehrere Tage vergangen und es gibt viel zu berichten - also etwas Zeit einplanen zum Lesen ;)…
Nachdem ich mich am Samstagnachmittag so schön ausgeruht und von den „Strapazen“ der ersten Tage erholt hatte, konnte ich mich am Sonntag frisch und neugierig auf Neues (z.B. Nackte nur mit Socken „bekleidet“ - aber nicht an den Füßen…siehe facebook) auf den Weg zum Golden Gate Park machen - laut Reiseführer eine tagesfüllende Unternehmung, „“kaum an einem Tag zu schaffen“… Man macht sich ja gar keine Vorstellung!!! Dieser Park ist megagroß und am Ende des ganzen Tages wusste ich, warum am Ostende des Parks Fahrräder zum Verleih angeboten werden - brauche ich doch nicht, bin ja gut zu Fuß :D - haha, der Park ist 4 km² groß und zu Fuß ist man wirklich Stunden unterwegs, vor allem wenn man ständig stehen bleibt und Fotos macht von allem, was da zu entdecken ist und was so kreucht und fleucht :). Und das bei großartigem Sonntagswetter! Also meine Empfehlung: den Park unbedingt mit dem Rad erkunden!
Zu Beginn habe ich die Californien Academy of Science besucht, die u.a. im Park zu finden ist. Mit meinem San Francisco City Pass hatte ich hier freien Eintritt - und es hat sich wirklich gelohnt!!! Hier gibt es ein T-Rex-Skelett (echt??) und neben einem Aquarium ein riesiges, sehr beeindruckende Planetarium (Wahnsinns-Show!!!), einen Regenwald mit Papageien und anderen exotischen Vögeln und handtellergroßen Schmetterlingen, eine Riesensammlung von Tierexponaten und seltsamen Knochen und eine Erdbeben-Simulation. Nachdem ich in der vergangenen Nacht ein echtes Erdbeben erlebt hatte - im Bett, ohne richtig zu begreifen, dass das tatsächlich ein Beben ist, das ausnahmsweise mal nicht vom Gezappel meiner Bett“nachbarin“ eine Etage tiefer stammt - konnte ich hier in einer Simulation das schlimme Erdbeben von 1906 nachempfinden - echt krass, da ist man irgendwie froh, dass Deutschland nicht in der Nähe einer tektonischen Verwerfung liegt! Danach ging es auf einen sehr sehr seeehhr langen Spaziergang durch den Park bis ans Westende zum Ocean Beach. Der wunderschöne extrem breite Strand entschädigt für alles! Und vom Cliffhouse hat man einen tollen Blick auf`s Meer, den Strand und auf die Ruinen des alten Seebades (Sutro Bath). Hier hatte ich einen wirklich tollen Sonnenuntergang mit meinen geliebten Pelikanen, die hier in großen Gruppen herumfliegen und sich auf den großen Felsen sammeln. Insgesamt wieder ein toller toller Tag!
Am Montag (meinem letzten Tag in San Francisco) war eigentlich nochmal ein Kurs in der „Alonzo King Lines“-Dance School geplant, aber dann hatte ich irgendwie keine Lust, bei dem schönen Wetter drinnen zu sein, in L.A. hab ich noch genug Möglichkeiten zum Tanzen - also hab ich lieber einen zweiten Versuch bei den Cable Cars gestartet - und siehe da - die Schlange war diesmal nur 10 m lang und nicht 100 wie beim ersten Mal :). Und dann ging`s los mit der historischen Bahn nach Chinatown, gezogen von Stahlseilen, die unter der Straße liegen. Ein echtes Erlebnis, vor allem die Leute, die das Ding bedienen sind echte Originale. In Chinatown gab`s wieder viel zu entdecken - u.a. konnte man sich hier kiloweise Hühnerfüße (!) kaufen - ich will nicht wissen, für welches Gericht das verwendet wird! Uuuuuhhh…. Und ich habe viele kleine Buddhas als Glücksbringer für meine Lieben zuhause erstanden :). In North Beach gibt`s dagegen viele italienische Läden und Restaurants, u.a. ein „Garlic Restaurant“ - hier wird Knoblauch serviert mit Gemüse, oder Knonlauch mit Fleisch, oder Knoblauch mit… ;). Über den Coit Tower ging`s auf einer engen Treppe zwischen sooooo tollen  Gärten und kleinen Villen hindurch zurück hinunter zum Hafen. Hier hab ich auf einer Bay-Cruise-Tour den netten Ungarn Tamás kennengelernt - sein Englisch war nicht viel besser als meins, aber er ist auch allein in SF unterwegs und so nahm der Tag noch ein witziges Ende mit großen Portionen Eis am Spier 39 und Spaghetti  und gefräßigen Möwen, die den Hals einfach nie voll kriegen :) (siehe facebook) und mit Handlesen (ich bin unter einem „glücklichen Stern geboren!“  Aha :)) und Armdrücken in einem Museum für alte Jahrmarkt-Attraktionen.
Am Dienstag ging dann mein Road-Trip von San Francisco nach L.A. los. Anfang war ich etwas unsicher, ob ich so ganz allein und ohne Navi auf den Straßen von Kalifornien zurechtkomme, aber es geht super. Schon in SF klappte alles toll, alles ist akkurat in Blöcke und Straßen geteilt und man weiß immer wo man ist. Außerdem sind die Straßen schön breit und alle fahren irgendwie viel enstpannter hier. Auf dem Highway No. 1 ging`s über Monterey und Big Sur durch zahlreiche Nationalparks die Westküste entlang - eine wunderschöne Strecke und superentspannt zum Fahren, da  man nur ca. 90 km/h fahren kann und auf der Küstenstraße meistens sowieso niemand überholen darf. Alle Nase lang entdeckt man einen neuen „Vista Point“, jeder schöner als der vorherige und hier konnte ich mit meinem tollen Objektiv u.a. ein paar Taucher dabei beobachten, wie sie aus ca. 10-15 m Höhe von einem Felsen ins Meer sprangen - sah ziemlich krass aus, so zwischen den ganzen spitzen Felsen.
Nach einem tollen Roadtrip erreichte ich Pismo Beach und hier fiel mir plötzlich mit Erschrecken auf, dass ich weder eine Adresse noch einen Namen noch eine Anfahrtsbeschreibung in ausgedruckter Form  von meinem Hotel hatte - wie dusslig kann man sein!!??? Panisch durchsuchte ich alles, was ich hatte nach irgendeinem Hinweis, aber alles, was ich wissen musste, konnte ich nur bei booking.com finden - und das ohne Internet-Verbindung :/!! Fast schon heulend beschloss ich, in irgendeinem Motel am Straßenrand nach Wlan zu fragen - und tatsächlich half mir ein sehr lieber älterer Herr im „Shell Beach Inn“ (eine Extra-Werbung dafür!!), den Namen und die Adresse des Hotels aufzustöbern und gemeinsam fanden wir auch den Anfahrtsweg heraus - Gott sei Dank!! Dort angekommen, fiel ich nach mehreren Folgen „Golden Girls“ (Fernsehen!! :)) wie tot ins Bett.
Heute Vormittag gab`s „leckeres“ Frühstück bei McDonalds  für ca. 5 $ (was wäre so falsch daran, wenn es auch noch schmecken würde? Ich versteh nicht, was man bei einem Frühstück groß falsch machen kann…) und dann ging`s ins Premium Outlet Pismo Beach :)! Toll toll toll :) Getankt habe ich übrigens für 31,34 $ (7,36 Gallonen!) - das sind ca. 24 € für ca. 28 Liter! (Ich bitte um einen selbständigen Vergleich mit deutschen Benzinpreisen ;)). Und jetzt erklärt mir mal einer, wie das mit den Ölpreisen zusammenhängt!!! 

Im Zwischenstopp Santa Barbara wollte ich erstmal nur am Strand liegen und die heiße Sonne (wirklich sehr heiß!!) genießen, bevor ich einen kleinen Spaziergang durch die State Street machte. Hier gab`s u.a. einen tollen Laden („Yoghurtland“), in dem man sein Softeis selbst zapfen (ungefähr 12 verschiedene Sorten) und dann mit allen möglichen tollen Dingen auffüllen kann (Früchte, Schokokrümel, Crunchies, …) und dann wird gewogen und bezahlt - 4 $ für ein Riesensofteis aus sechs Lieblingssorten und mit verschiedenem frischen Obst - ich bin in meinem persönlichen Eis-Himmel :).
Jetzt bin ich seit ein paar Stunden bei Matze und Shannon in Ojai und es ist wunderschön hier. Die kleine LeeAnn (1 Jahr) ist ganz süß und lieb und hat sich gefreut über ihren neuen Plüsch-Seelöwen aus San Francisco :). Der nette und sehr kuschelbedürftige Kater Rudy  liegt neben mir im Bett und ich hoffe sehr, dass weder giftige Spinnen (Schwarze Witwe!!!) noch gefräßige Waschbären hier nachts aus dem Garten durchs Fenster einsteigen! Der Kater muss sie dann bitte fressen, bevor sie mich fressen!!! Aaaahhh…!
Morgen werde ich mir Ojai anschauen und ansonsten am Pool liegen und faulenzen. Mal sehen, was wir dann noch so machen… :)











Auf bald… Bye, greetings and kisses from Ojai ***

Samstag, 23. August 2014

... San Francisco...

Hallo zurück aus dem schönen, bunten, abwechslungsreichen und wunderbaren San Francisco am Samstag, den 23.08., 22.15 Uhr :). Es geht mir gut und so langsam fühle ich mich zumindest in der Ecke hier (Fort Mason, Fisherman`s Wharf, …) schon ein bißchen heimisch, die Leute machen es einem auch leicht, alle sind sehr freundlich und hilfsbereit und außerdem ist es unglaublich, wie viele Deutsche hier ihren Familienurlaub verbringen - alle Nase lang stolpert man regelrecht über sie :). San Francisco ist insgesamt eine sehr fremdenfreundliche und aufgeschlossene Stadt und man bekommt immer und überall nette Hilfe. Allerdings gibt es auch sehr viele arme und obdachlose Menschen, die das Stadtbild  überall extrem mit prägen und die bei mir immer wieder großes Mitleid erregen, da hier doch sehr deutlich die Kehrseite des typischen amerikanischen Traums zu sehen ist. Doch auch für sie scheint immer jemand ein offenes Ohr und eine offene Tür zu haben, sie werden als „Stadtbewohner“ akzeptiert und zum Teil auch freundlich unterstützt…
An meinem zweiten Tag hier habe ich eine Riesenradtour über die Golden Gate Bridge nach Sausalito bis nach Tiburon gemacht (Gott, war das lang!!!) und bin von da mit der Fähre zurück zum Pier 39 gefahren (wo die ganzen Seelöwen rumlungern :)). Die Strecke ist toll, die Leute hier haben`s echt schön und San Francisco liegt plötzlich in ziemlich weiter Ferne  (erschreckend weit für mich - so allein und schon ziemlich platt mit meinem kleinen Fahrrad :)) - ich glaube, insgesamt bin ich an diesem Tag fast 40 km gefahren, laut Karte an meinem Rad...:O! Und das mit einem Fahrrad, das mir viel zu klein war - hat sich angefühlt, wie ein Kinderrad, hab´s nur leider zu spät gemerkt, da wollte ich den Berg nicht wieder hoch fahren zum Umtauschen - also lieber 40 km so :D Dabei habe ich mir leider auch ordentlich die Unterarme verbrannt, ich Esel :( - ist heute immer noch nicht ganz weg. Muss jetzt etwas aufpassen, heute war es überraschend wieder sehr sonnig (strahlend blauer Himmel), aber megawindig und irgendwie habe ich immer wieder genau das Falsche an, das Wetter wechselt hier manchmal im Stundentakt… Zurück am Pier gab`s zur Belohnung und Stärkung einen völlig überteuerten, aber extrem leckeren Hotdog und einen noch viel mehr überteuerten Smoothie von Ben & Jerry`s - mit Frozen Yoghurt und roten Früchten - aaaaahhhh, soooo lecker :)!!! Abends ging`s dann zunächst zu einem Pub-Crawl (in einer größeren Gruppe werden mehrere Hostels und mehrere Pubs  abgeklappert), aber ich bin recht früh mit einer anderen Deutschen abgesprungen, wir sind dann lieber zu zweit durch die Stadt gestreift und dabei mehrmals über eine Riesendemo mit großem Polizeiaufgebot gestolpert , bei der es um den von der Polizei erschossenen jungen Mann ging. Die Stadt bei Nacht hat einen besonderen Reiz, den ich allerdings nicht unbedingt allein hätte kennenlernen wollen. Zu zweit (mit  Juliane) war es jedoch spannend und interessant. Nachts kann man den „San Franciscanern“ so schön in ihre Wohnungen schauen und einen Blick auf ihr Leben hier erhaschen… :D
Gestern war ich auf Alcatraz, was zwar ein ziemlicher Touristenmagnet ist, aber trotzdem nicht weniger sehenswert und wirklich spannend. Man erfährt sehr viel über die kalifornische Geschichte und kann sehr viel Zeit auf der Insel verbringen. Und der Blick auf San Francisco ist einmalig schön!!! Nachmittags ging`s dann noch zum Shoppen in die Market Street :) (sehr erfolgreich :)). Abends war ich völlig platt!
Den heutigen Tag habe ich in einer hiesigen Tanzschule (mit Blick direkt auf das Civic Center) begonnen, mit einem Kurs (Horton Technik) bei einer Schweizerin :) - das war echt cool aber zum Teil auch echt schwer, also die Mittelstufe hier bedeutet doch was anderes als die Mittelstufe in Deutschland - da waren echt krasse Tänzer dabei!! Auch viele Männer... habe mich nicht eben mit Ruhm bekleckert :) aber trotzdem viel gelernt! Montag mach ich noch einen Kurs, vielleicht passt der besser - ist dann eher meine Stilrichtung (Contemporary).
Nachmittags war ich dann nur noch Sonne tanken und Ausruhen im Park, direkt neben dem Hostel, mit Blick auf die Stadt und auf die Golden Gate Bridge. Eigentlich wollte ich noch mit einer der historischen Cable Cars die Hyde Street hoch und nach China Town gefahren, aber nach über einer Stunde Wartezeit, in der ich mich ca. 10 m fortbewegt habe und noch ca. 1 Mio. Menschen vor mir anstanden, erschien mir meine Zeit zu kostbar und ich bin lieber Essen gegangen und in der Abendsonne am Pier entlangspaziert und habe Fotos gemacht.China Town ist dann eben später dran..















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